20 Jahre Juicy Beats: Ein schöner Auftakt mit jähem Ende

20 Jahre Juicy Beats: Ein schöner Auftakt mit jähem Ende

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Mittwoch, 29 Juli 2015
Musik

An diesem Wochenende war es wieder so weit. Der Westfalenpark in Dortmund verwandelte sich in einen bunten Obstsalat aus Bühnenacts und DJs verschiedenster Genres. Zum 20-jährigen Jubiläum des Juicy Beats Festivals waren die berühmten und zum Teil lokalen Bands Weekend (er begeisterte auch schon die letzten Jahre mit seinem gebürtigen Ruhrpott-Charme), SDP, Fettes Brot, 257ers, LaBrassBanda, Trailerpark, Fritz Kalkbrenner und viele weitere Acts eingeladen.

SDP übernahmen das gut gelaunte Publikum von Weekend und sorgen dafür, dass die tolle Stimmung aufrecht blieb. Sie gaben den Zuschauern Gelegenheit, die Songs mitzusingen und zu gestalten. Nach dem das Männer-Frauen-Verhältnis im Publikum geklärt war, konnte man sich entspannt über beide Geschlechter auslassen. Außerdem wurde eine Gummipuppe im Sarg begraben und Vincent und Dark stellten fest, dass sie sowohl Astronaut als auch berühmt seien. Ihr Konzert wurde mit einem bunten Konfettiregen abgeschlossen.

Den Abschluss bildeten am Freitagabend die Jungs von Fettes Brot. Sie begleiteten das textsichere Publikum durch eine Auswahl an älteren und neuen Stücken. Sie spielten Songs wie „Emmanuela“, „Echo“ und „Für Immer Immer“, wobei sie den Text abänderten auf „Ich liebte ein Mädchen auf Juicy Beats…“. Als das Konzert schon fast vorüber war, forderten die Fans noch die heißgeliebten Titel „Bettina“ und „ Schwule Mädchen“ ein, was sich Fettes Brot nicht zweimal sagen ließen. Die Band war ein gebührender Abschluss des Abends, dem die Besucher trotz näherndem Gewitter standhielten. Ab 22 Uhr sollte es auf dem Gelände an verschiedenen Bühnen weitergehen. Doch einige Feiermöglichkeiten konnten aufgrund der Wetterlage nicht stattfinden.

Doch zum Jubiläum hatten sich die Veranstalter ein besonderes Highlight ausgedacht. Das sonst eintägige Festival wurde auf zwei Tage ausgedehnt, inklusive Zelten natürlich.

Die Besucher ließen sich von den festen Regenschauern nicht die Partylaune verderben und als es gegen 2 Uhr nachts langsam wieder trocken wurde, kamen viele wieder aus ihren Zelten und holten die vergeudeten Stunden mit Musik und „Flunkyball“ nach. Erst um 5 Uhr morgens kehrte langsam Ruhe ein auf dem Zeltplatz. Es war eine kurze Nacht, denn früh am morgen herrschte schon wieder reges Treiben der ersten Frühaufsteher. Auf dem Gelände befanden sich sowohl ausreichend Toiletten, aber auch Duschen. Auch ein Frühstück konnte man für einen kleinen Preis in angrenzenden Gebäuden genießen. Doch schon am Morgen begann es stürmisch zu werden und immer wieder zu regnen. Gegen 11 Uhr erreichte dann alle die traurige Nachricht: das Festival musste wegen starken Sturmböen und Unwetterwarnungen abgesagt werden. Die Festivalbesucher nahmen diese Nachricht relativ gefasst auf und machten sich umgehend daran, die Zelte abzubauen. Anstatt von Ärger hörte man an vielen Ecken Verständnis. Die Sicherheit steht an erster Stelle und die Veranstalter hatten ihre Überlegungen gemeinsam mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Westfalenpark getroffen.

Die Fans müssen sich vorerst mit der Rückerstattung ihrer Tickets zufrieden geben. Doch der Veranstalter hat angekündigt: im nächsten Jahr wird das Jubiläum gebührend nachgeholt.

Melanie Borchert

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