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Die Unendliche Geschichte im Theater Oberhausen

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Donnerstag, 06 Oktober 2016
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Eine Inszenierung, die die Phantasie weckt

Wenn man den Theatersaal betritt, sitzen sie bereits da. Versunken in Büchern. Wer sie sind, ist noch unklar, doch sie sehen aus wie du und ich, wenn wir uns in eine andere Welt begeben. Genau wie es Bücher schaffen, so schafft es auch das Theater, einen zum Träumen und Wünschen anzuregen.

Die Unendliche Geschichte kennt ihr sicherlich als das Buch von Michael Ende. Auch in seinem Werk selbst steht die Phantasie der Menschen im Vordergrund, ist sogar die Rettung, verkörpert durch den unsicheren und missverstandenen Jungen Bastian Baltasar Bux. Er liebt das Lesen und Erfinden von Geschichten, doch sowohl die verspottenden Mitschüler wie auch der gleichgültige Vater machen ihn zu einem Einzelgänger. In einem Antiquariat entdeckt er dann ein Buch: „Die Unendliche Geschichte“. Er fühlt sofort eine gewisse Verbundenheit und flüchtet sich kurzerhand mit dem Buch auf den Dachboden der Schule, um dort in Ruhe zu lesen.

Das Buch handelt von einem Land namens Phantásien, über das die Kindliche Kaiserin herrscht. Doch sie ist krank und das Land mit ihr.

So beginnt das Geschehen auf der Bühne mit viel Tumult, als Bastian in die Geschichte von Phantásien eintaucht. Eine bunte Mischung wundersamer Wesen wuselt aufgeregt herum und sucht den Weg zum Elfenbeinturm, wo die Kindliche Kaiserin lebt. Durch eine einfache und doch wirkungsvolle Verwandlung, schlüpfen die Schauspieler von den mobbenden Schülern plötzlich in die Rollen dieser Phantasiegestalten. Einige Bewohner Phantásiens  werden außerdem durch ebenso effektvolle Puppen dargestellt, die von der Original Wiener Inszenierung von Henry Mason  übernommen wurden. So sieht man zum Beispiel von dem riesigen Steinbeißer nur die steinigen Beine und hört ein lautes „Krabumm“, wenn er sich bewegt. Der Rest seines Körpers wird der Phantasie überlassen. Das ist nicht nur das Thema der Handlung, sondern zieht sich in diesem Stil auch durch die gesamte Inszenierung.

Als nun die Kindliche Kaiserin die Nachricht aus allen Teilen des Landes erreicht, dass sich überall ein rätselhaftes „Nichts“ ausbreitet, schickt sie den Grünhaut-Jungen Atreju los, um den Retter Phantásiens zu finden. Schnell wird dem Zuschauer klar, dass dieser Retter nur Bastian mit seiner Vorstellungskraft sein kann. Aber wie schwer sich Bastian selbst damit tut, wird besonders am Ende des Stückes deutlich.

Wenn ihr nun wissen wollt, wie sich Bastian zum Schluss entscheidet und was Atreju alles auf seiner Suche nach dem Helden erlebt, dann besucht das Theater Oberhausen und lasst eurer Phantasie freien Lauf. Ein besonderer Vorteil bietet sich den Schülern und Studenten. Ihr zahlt nämlich nur 5 Euro pro Karte in jeder Preiskategorie. Weitere Infos zu den Ticketpreisen und Aufführungsterminen findet ihr unter http://www.theater-oberhausen.de/ .

Melanie Borchert

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