Festival im Westfalenpark war ein großer Erfolg

Festival im Westfalenpark war ein großer Erfolg

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Donnerstag, 03 August 2017
Musik

Als am 28. und 29. Juli die Juicy Beats zum 22. Mal an den Start ging, war der Westfalenpark von Musik und buntem Treiben erfüllt. Insgesamt wurde mit einem Besucheransturm von 45.000 Feierwütigen gerechnet. Das Feeling vor der Mainstage zu den Zeiten der Topacts lässt zumindest vermuten, dass diese Besucherzahl den Schätzungen gerecht wurde. Während am Freitag zwar noch Teile der Wiese sichtbar waren, während Cro (ja, der Typ mit der Panda-Maske) die Bühne für sich beanspruchte, war am Samstag kaum noch ein Durchkommen, auch schon in den frühen Abendstunden.

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Das Line-Up war – wie immer – vom Feinsten. Freitags kamen die Besucher nicht nur mit Cro , der auch für die „Mainstream-Hörer“ ein paar Hits parat hatte, sondern auch mit tiefstem Hip Hop auf ihren Geschmack. Dazu gehören Fünf Sterne Deluxe, bestehend aus „Das Bo“ und „Tobi Tobsen“, und SSIO, der mit Texten wie „ich hab ’ne neue Nummer“ viele Fans erfreut hat.

Am Samstag steigerten die Veranstalter natürlich noch einmal das Programm. Bilderbuch und OK Kid tobten sich am späten Nachmittag auf der Bühne aus und gegen Abend gesellten sich Top Acts wie SDP und Might Oaks dazu. Sowohl auf der ersten als auch auf der zweiten Mainstage waren unglaubliche Menschenansammlungen zu finden. Nichtsdestotrotz gab es keine größeren Vorfälle und die Security hat gut auf die Feiernden geachtet. Dazu gehörte auch die ausgibige Taschenkontrolle an den Eingängen sowie ein neuerdings eingeführtes Rucksack-Verbot._MG_6744

Aber zurück zum Programm: Den krönenden Abschluss machten zwei Acts, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der ersten Mainstage herrschte wildes Gerempel, als Trailerpark die Bühne betraten. Ein Zusammenschluss aus 4 Rappern (Alligatoah, Sudden, Timi Hendrix und Basti) konnte die Fans mit ihren Liedern „Sexualethisch Desorientiert“, „Falsche Band“, „Fledermausland“ und vielen anderen in Ekstase versetzen. Ein Highlight waren die zwei Stücke aus dem neuen Album, was am 22. September erscheinen wird. „Armut treibt Jugendliche in die Popmusik“, sag Alligatoah da mit seiner tragischsten Klangfarbe._MG_6646

Auf der zweiten Hauptbühne tummelten sich derweil die Fans der etwas elektronischeren Musik. Alle Farben, ein DJ mit deep und techno House-Styles verzauberte den Abend. Diese beiden Abschlussacts zeitgleich zu legen hatte sicherlich den Grund, den Andrang vor beiden Bühnen ein wenig zu entzerren. Dennoch haben bestimmt ein paar musikalisch breitgefächerte Fans bedauert, nicht Alle Farben und Trailerpark gesehen haben zu können.

Nach den Live-Acts wurde die Festwiese vor der ersten Hauptbühne in eine riesige Kopfhörerparty verwandelt und auch an vielen anderen Stellen im Park luden Orte zum Tanzen, Essen und Trinken oder einfach nur zum Entspannen ein. Das alles ließ das Festival zu einem gerundeten Abschluss kommen und lässt uns in freudiger Erwartung auf nächstes Jahr.

Melanie Borchert

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